Ein Stück Deutschland

 
von Olga Mischtschenko
 
Der deutsche Lesesaal in der Gorky-Bibliothek steht nicht nur den Permern, sondern auch Deutschsprachigen in Perm zur Verfügung. Für sie ist es eine Art Zuhause, wo sie trotzt des Aufenthaltes im fremden Land ihrem eigenen nah sein können. Denn ungeachtet der Begeisterung von Russland erinnert man sich immer wieder an seine eigene Heimat, ihre Kultur und Werte.


Rita Gorsche, Austauschstudentin:
Ich besuche den deutschen Lesesaal einmal pro Woche. Hier leihe ich Bücher und Zeitungen aus, denn ich lese gern und schnell. Der deutsche Lesesaal bietet mir, wie anderen Deutschsprachigen eine gute Gelegenheit, Kontakt zur deutschen Literatur aufrecht zu erhalten. Lesen ist also mein Hobby, dem ich auch während des Aufenthaltes in Perm im Laufe von einigen Monaten nachgehen will.
Im deutschen Saal kann man auch in Kontakt mit anderen Deutschsprachigen und Deutschstudierenden treten, neue Bekanntschaften anknüpfen, Freunde gewinnen. Der deutsche Lesesaal ist also ein Treffpunkt zum kulturellen Austausch. Ich bin mit der Arbeit des Saales zufrieden, finde aber, es wäre schön, die Auswahl der Filme von deutschen Regisseuren zu vervollkommnen. 

 
Sabine Lucks, Praktikantin bei Perm 36:
Ich bin im deutschen Lesesaal zum Buchausleihen und Buchzurückgeben einmal in der Woche. Hier bekommt man einen leichten Zugang zur Literatur und Presse auf Deutsch und man hat Kontakt zur deutschen Kultur.
Der deutsche Lesesaal arrangiert regelmäβig interessante Veranstaltungen, wo man die Leute kennen lernen kann, die sich für Deutsch interessieren. Es fällt aber nicht immer leicht, in der Jury, als eine Deutschsprachige in Veranstaltungen zu beurteilen. Man ist doch nicht immer für das Bewerten zuständig.

 

Markus Engels, Deutschlehrer in der Schule 12:
Im deutschen Lesesaal bin ich ungefähr einmal pro Monat, zu einer der fröhlichen Veranstaltungen, die hier arrangiert werden. Das ist ja ein Stück Deutschland, wo sich ein Deutschsprachiger wie Zuhause fühlt. Das ist auch ein Treffpunkt der Kulturen.
Nur einen Nachteil kann ich bemerken, z.B. das Fehlen der spezialen Literatur. Da ich mich für die Wirtschaft interessiere, brauche ich ökonomische Literatur, die im deutschen Lesesaal ist leider noch nicht ausreichend.


Maria Eiken, Deutschlehrerin:
Ich besuche den deutschen Lesesaal ungefähr einmal pro Woche. Hier lese ich mit Vergnügen deutsche Zeitungen und leihe Materiale für meine Schüler aus.
Der deutsche Lesesaal ist ein Zentrum für die Begegnung zwischen Deutschen und Russen. Hier kann man andere Deutsche treffen, seiner Muttersprache sprechen, ohne sich davor zu fürchten, nicht verstanden zu sein. Mann vergisst hier beinahe, in einem fremden Land zu sein. Die Veranstaltungen vom deutschen Saal machen auch viel Spaβ.

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