„Acht Damen und ein Herr oder ein grausamer Mord“ – deutsches Theater in Perm

von Olga Mischtschenko
 
Bei 13 kreativen Studenten des ersten und zweiten Studienjahres der Permer Universitäten war der Mai 2007 mit erschöpfenden aber lustigen und unvergesslichen Proben eines Theaterstücks verbunden. Mit Hilfe von Alice Plate, der DAAD-Lektorin, und Alexander Butscher, dem ZfA-Lehrer bereiteten sie eine Kriminalgeschichte vor und führten sie danach auf. Die Studenten hatten bis zur Aufführung am 26. Mai nur sehr wenig Zeit, aber dafür viel Enthusiasmus. Am 23. November treten sie noch einmal auf – wieder auf der Bühne der pädagogischen Universität.
 
Das Theaterstück „Acht Damen und ein Herr. Oder ein grausamer Mord“ ist das erste Theaterstück auf Deutsch in Perm. Junge Schauspieler, von denen nur wenige ein bisschen erfahren im Spielen waren, haben gezeigt, dass sie für das Spielen begabt sind. Für viele von ihnen war im Mai der erste Auftritt, und es gelang ihnen, die Aufregung zu meistern und ausgezeichnet zu spielen. Alle Rollen sind charaktervoll und jeder hat eine Rolle gewählt, die zu ihm passt. Bei den Proben im Mai war die Hilfe von Alexander Butscher, einem begabten Schauspieler und dem richtigen Künstler, unersetzlich. In November helfen den Studenten Hermann Pölking und Maria Eiken. Sie sind auch voll von schöpferischer Kraft.   


Die Vorbereitungen für die Aufführung sind im Herbst nicht so anstrengend wie vor vier Monaten. Die Bewegungen und Worte sind wohl gut im Gedächtnis der Deutschstudierenden verblieben. Die Aula der Permer pädagogischen Universität, wo es nur eine kleine Bühne ohne Vorhang und Kulissen gibt, wird sich wieder in die richtige Theaterbühne verwandeln.
 
Das Spielen im deutschen Theater ist eine gute Praxis für Studenten, - meint Soya Ermolaeva, Lektorin am Lehrstuhl für Deutsch in der pädagogischen Uni. – Sie bekommen die Möglichkeit, sich unvermittelt mit Deutschen zu unterhalten, was für sie als künftige Lehrer und Übersetzer natürlich sehr wichtig ist. Das Theaterstück hat allen ganz gut gefallen. Ich meine, die Fähigkeit zum Spielen ist im späteren Leben nützlich.
 
Ich finde es schön, wenn sich Deutschstudierende etwas vornehmen, - meint Alice Plate. – Ich freue mich darüber, dass mein Vorschlag zu spielen mit Enthusiasmus aufgenommen wurde. Die Teilnahme am Theaterstück bringt die Möglichkeit, vor großem Publikum zu spielen und frei deutsch zu sprechen. Die Studenten zeigen, dass sie sich nicht nur mit Deutschunterricht beschäftigen, sondern auch sich etwas in der Freizeit vornehmen, was mit Deutsch zu tun hat. Sie lernen Verantwortung und freunden sich miteinander an. Die Studenten treten noch einmal mit „Acht Damen und ein Herr oder ein grausamer Mord“ auf, um danach mit einem neuen Theaterstück anzufangen. 

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