Berühmte deutsche Comic-Helden in der Permer Uni 

von Olga Mischtschenko                                                          Den Artikel auf Russisch finden Sie hier.
 
Einige Permer Deutschstudierende sind so tüchtig, dass sie den ganzen Frühling 2008 ihre Freizeit nach dem Studium im Lehrgebäude der Fremdsprachenfakultät der Permer Staatlichen Pädagogischen Universität (PSPU) verbracht haben. Was sie gemacht und vorbereitet haben, konnte man sich am 22. Mai in der Aula desselben Gebäudes ansehen. Es war eine Aufführung frei nach Wilhelm Busch. Das Theaterstück heißt genauso wie das Werk dieses bekannten Schriftstellers - “Max und Moritz” - und ist mit Hilfe von DAAD-Lektorin Alice Plate und Regisseur Herrmann Pölking vorbereitet und aufgeführt worden.

Das deutsche Theater unter der Leitung von Hermann Pölking

Die Aufführung fand aus dem Anlass des Geburts- und Todesdatums von Wilhelm Busch statt. Er wurde am 15. April 1832 in Widensahl bei Hannover geboren und starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen (Harz). 1865 hat Wilhelm Busch “Max und Moritz” geschrieben. Das Werk stellte eine virtuose Kombination von Wort und Bild dar und war gleichsam ein Vorgriff auf Comic und Zeichentrickfilm. Jedes Geschehen in dramatisch-komischer Weise in Zerstörung, Unordnung und Chaos zu verwandeln ist ein gemeinsames Grundprinzip im zeichnerischen Werk von Wilhelm Busch. Mann nennt diesen berühmten Schriftsteller den Großvater der Comics.

 

Die Permer Studententruppe „Das deutsche Theater“, die schon für ihre erste Aufführung „Acht Damen und ein Herr“ berühmt ist, hat sich viel Mühe gegeben, um Grundprinzipe des Genres „Comic“ vorzuführen. Die Hilfe von Herrmann Pölking war dabei unersetzlich. Er hat oft wiederholt, dass die Gesten groβ sein müssten, erinnert sich Darja Nesterova, eine der Schauspielerinnen. Übrigens sei betont, dass fast alle männlichen Rollen die Mädchen gespielt haben. Wie beim ersten Theaterstück des deutschen Theaters, gab es unter den Schauspielern nur einen Jungen. Es sei aber kein Problem, meinen die Schauspieler, alle Rollen seien gelungen, unabhängig davon, ob sie vom richtigen Geschlecht gespielt worden sind.


Derselben Meinung sind auch Alice Plate und Herrmann Pölking. Die Arbeit an der Aufführung sei zwar nicht so leicht gewesen, mit vielen Streichen wie im Original, es habe aber geklappt. Die Schauspieler hätten tüchtig gearbeitet und alles gut geschafft. Hoffentlich würden sie in der Zukunft ihr Leben, wenn nicht mit der deutschen Sprache, dann mit dem Theater verbinden und in Russland und Deutschland spielen.
 
Evgenij Panin, Lehrstuhlleiter am Lehrstuhl der deutschen Sprache an der PSPU, hat seinen Dank den deutschen Gästen ausgesprochen. Es sei schön, dass die Studenten so eine Möglichkeit gehabt hätten, ihre Sprachfertigkeiten durch den unvermittelbaren Umgang mit Deutschen zu vervollkommnen. Es sei für sie eine nützliche Erfahrung, die bestimmt bei ihrem beruflichen Werdegang taugen würde.
 
Home