Deutsch und Englisch im Gymnasium Nr.7: Klub und Theater machen Spaß!

 
von Olga Mischtschenko
 
Achtung! Am 16. Mai ist eine gefährliche alte Frau auf der Bühne des Gymnasiums Nr.7 erschienen, die schöne Jungen in hässliche Bucklige verwandelt! Nur die Liebe von einer schönen, in einen Schwan verwandelten Frau kann sie retten. Die Schüler des Gymnasiums Nr.7 lassen sich aber nicht bange machen. Sie sind brav und allen Problemen mit bösen Zauberern gewachsen. Sie haben es doch geschafft, das bekannte Märchen von Wilhelm Hauff „Zwerg Nase“ aufzuführen!


Im Permer Gymnasium Nr.7 lernen die Schüler ab der 2. Klasse Englisch und ab der 7. Klasse zusätzlich noch Deutsch. Die Kinder sind also an fremden Kulturen sehr interessiert und die Lehrer geben sich viel Mühe, ihnen gute Kenntnisse darüber zu vermitteln. Zu diesem Zweck ist das Projekt „Europäischer Klub“ organisiert worden, in dessen Rahmen internationale Kontakte geknüpft werden, Treffen mit Ausländern schon seit drei Jahren organisiert werden und die Schüler deutsches Theater spielen. 
 
„Das Projekt ist auf die Aufgabe ausgerichtet, offen für die Kontakte mit fremden Kulturen zu sein und dabei die eigene zu behalten“,  erklärt Irina Kusmina, stellvertretende Direktorin des Gymnasiums Nr.7. „Damit die Schüler mit Vertretern anderer Kulturen umgehen können, veranstalten wir das Besuchzimmer, wo sich die Schüler frei mit Ausländern unterhalten können. Wir streben danach, ihr Interesse für das Fremdsprachenlernen zu erwecken, denn die Fremdsprache dient vor allem der Kommunikation.“

Tatjana Siteva

 Deutsches Theater machen die Schüler des Gymnasiums Nr.7 schon seit zwei Jahren. „Zwerg Nase“ ist das 3. Stück nach „Aschenputtel“ und „Dornröschen“. Die Schüler arbeiten unter der Leitung von der Kunstführerin Nina Kotschina und der Deutschlehrerin Tatjana Siteva. Beim Stück „Zwerg Nase“ haben wir erstmals ein Experiment gemacht, lächelt Nina Kotschina. Die Schüler haben den Text zuerst auf Russisch gelernt und das Stück in russischer Sprache gespielt. Dann haben wir dasselbe auf Deutsch gemacht. Die Zuschauer konnten bemerken, dass dieses Experiment gute Ergebnisse gebracht hat. Die Schüler verstanden jedes Wort, das sie sprachen.
Dadurch fühlten sie sich sicher auf der Bühne und hatten keine Angst. Für die Schauspieler Irina Krasnoselskich, Darja Kuljapina und Julia Ladova aus der Klasse 9 A war „Zwerg Nase“ das 2. Theaterstück. In unserem Alter will man sich mit verschiedenen Menschen unterhalten und es fällt einem schwer, sich zu bezwingen, die Verantwortung für etwas zu übernehmen, meint Irina. Wir haben es aber beim Theaterspielen geschafft. Wir vervollkommnen uns im Theaterbereich, fügt Darja hinzu. Obwohl die meisten von uns nicht genau wissen, ob sie ihr Leben mit dem Theater verbinden wollten, macht Theaterspielen uns großen Spaß. Trotzt des Vergnügens gibt es natürlich auch Schwierigkeiten, merkt Julia. So, zum Beispiel, fällt uns Deutsch nicht besonders leicht. Das ist doch die 2. Fremdsprache, die wir lernen. Den Problemen mit der Disziplin ist auch nicht auszuweichen, weil wir alle jung sind.

Nina Kotschina

 Nina Kotschina gibt zu, beim deutschen Theater entständen mehrere Schwierigkeiten, als beim russischen. Es hänge damit zusammen, dass man vieles durch die Inszenierung zeigen müsse, damit die Zuschauer, die Deutsch nicht könnten, alles verständen. Das Theater habe noch keine bestimmten Pläne für die nächste Aufführung, die Schauspieler wollten nur kein Märchen mehr spielen, sondern etwas für Erwachsene.
 
Die Schüler des Gymnasiums Nr.7 sind also aktiv und an Fremdsprachenlernen interessiert. Und das wird gerade durch die gesellschaftlich engagierte Einstellung der Lehrer erreicht.  
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