Museen in Perm

von Sabine Skott
 
Die Museen in Perm haben von 10.00 Uhr -18.00 Uhr geöffnet. Ein- oder zweimal in der Woche sind die Museen an unterschiedlichen Tagen geschlossen. Die Eintrittspreise variieren zwischen 10 und 100 Rubel, einige Museen haben freien Eintritt. Besonders bei den kleineren Museen ist es empfehlenswert vor dem Besuch anzurufen und sich nach den Besichtigungsmodalitäten zu erkunden.
Permer Staatliche Kunstgalerie am Ende des Komsomolski Prospekts

Permer Kunstgalerie
In der Permer Staatlichen Kunstgalerie, die 1922 eröffnet wurde, kann man Werke aus verschiedenen Epochen der russischen Kunst, der westeuropäischen Kunst, des Kunsthandwerks und die in ganz Russland bekannte Sammlung der Holzskulpturen aus dem Permer Gebiet sehen.
 
Adresse: Komsomolski Prospekt 4
Telefon: (342) 212 95 24 und (342) 212 23 95
E-Mail: gallery@permomline.ru
Homepage: www.gallery.permonline.ru

Zentraler Ausstellungssaal
In unmittelbarer Nähe zu der Kunstgalerie, auf dem Komsomolski Prospekt befindet sich der zentrale Ausstellungssaal in Perm. In diesem Saal werden verschiedene Exponate zeitgenössischer Künstler gezeigt. Dabei werden sowohl Wanderausstellungen, die einen Überblick über die russische Kunstszene geben, als auch regionale Künstler, in wechselnden Ausstellungen gezeigt.
 
Adresse: Komsomolski Prospekt 10
Telefon: (342)212 86 47
Fax: (342)212 38 81
E-mail: info.openstage@mail.ru

Relief am Eingang des Ausstellungssaals auf dem Komsomolski Prospekt

Galerie Maris-Art
Die Galerie Maris-Art ist ein Kunstsalon für zeitgenössische Ausstellungen. Die Galerie hat sich auf die Permer zeitgenössische Kunst spezialisiert, ohne sich auf ein bestimmtes Genre zu beschränken. Dabei wird nicht nur die Permer Avantgarde ausgestellt, in den Räumen werden auch Malerei-Ausstellungen mit Stadtansichten und Stillleben aus dem Permer Gebiet gezeigt.
 
Adresse: Komsomolski Prospekt 8
Telefon: (342) 210-56-76
Homepage: www.artmaris.ru

Museum für die Geschichte der Permer Region
Das Museum für die Geschichte der Permer Region befindet sich seit 2008 im Meschkowhaus am Ufer der Kama. Im Museum wird eine Ausstellung gezeigt, die eine Mischung ist aus Naturkundemuseum, ethnografischen und historischen Museum. In der Sammlung befinden sich Präparate aus verschiedenen Epochen aus der Natur der Permer Umgebung. Unter anderem wird hier das vollständige Skelett eines Mammuts ausgestellt und die Rekonstruktion eines Skeletts aus der jüngsten Epoche des Paläozoikums, das nach dem Stadtnamen Perm benannt wurde. Außerdem gibt es eine historische Ausstellung zur Permer Region mit verschiedenen archäologischen Exponaten, Handschriften, Waffen, kirchlichen Utensilien, bäuerlichen Kunsthandwerk, Steingut, traditionellen Gewändern und vieles Andere. Bekannt ist das Museum für den Bischofsstab aus dem 15. Jahrhundert, der mit Szenen aus dem Leben von Stefan dem Großpermer verziert ist.
 
Adresse: ul. Ordshonikidse 11
Telefon: (342) 212-28-07
Homepage: www.museum.perm.ru

Slawjanowhaus
Mehrere kleine Permer Museen die durch die kleinen Ausstellungssäle eine sehr private Atmosphäre entstehen lassen, arbeiten unter der Obhut des Museums für die Geschichte der Permer Region. Dazu gehört auch das Gedenk-Haus von Nikolai Gawrilowitsch Slawjanow dem Erfinder des Lichtbogenschweißens. Die Ausstellung zeigt Leben und Werk des weltbekannten Ingenieurs. Als ein Beispiel für die Schweißkunst findet sich unter den Exponaten der so genannte „slawische Becher“ aus acht schwarzen und farbigen Metallen. Der Becher wurde auf der Weltausstellung 1893 in Chicago mit einer Medaille ausgezeichnet.
 
Adresse: ul. 1905 goda 37
Telefon: (342) 267-77-41

Geschichtsmuseum der Permer Staatlichen Universität
Das Geschichtsmuseum der Permer Staatlichen Universität befindet sich auf dem Campus. Im Museum wird die Geschichte der Permer Staatlichen Universität von der Eröffnung 1916 bis heute ausgestellt. Zusätzlich finden sich hier verschieden Objekte des klassischen Altertums. Das Museum besitzt eine der reichsten Sammlungen altägyptischer und antiker Kunstdenkmäler.
 
Adresse: ul. Bukirjowa 15
Telefon: (342) 239-6592

Museum für die Archäologie des Kamagebiets
Das Museum für die Archäologie des Kamagebiets arbeitet unter Obhut der Geschichtsfakultät der Permer Staatlichen Universität und befindet sich direkt auf dem Campus. In der Ausstellung werden Ausgrabungsobjekte von der Steinzeit bis zum Mittelalter aus dem Permer Gebiet gezeigt.
 
Adresse: ul. Genkelja 7, Korpus 2, Auditorium 315
Telefon: (342) 239-6498

Gedenk-Haus für die Untergrunddruckerei
In einem typischen Permer Haus der Jahrhundertwende ist ein kleines Museum eingerichtet, dass sowohl die Drucktechnik der Zeit mit verschiedenen Exponaten zeigt, als auch die Geschichte der illegalen Druckerei des Permer Komitees im Jahre 1906.
 
Adresse: ul. Ordshonikidse 142
Telefon (342) 246 51 39, (342) 233-1139

Museum für Architektur und Ethnographie „Chochlowka“
Das Freilichtmuseum befindet sich außerhalb von Perm, am Ufer der Kama in der Nähe des Dorfes Chochlowka. Das Museum widmet sich der alten Bildhauerkunst des Urals. Die Ausstellung besteht aus 23 Bauernhäusern. Die einmaligen Beispiele für volkstümliche Baukunst aus dem 17. bis 20. Jahrhunderts bilden von außen ein Exponat und beherbergen zum Teil originalgetreue Interieurs. Die Ausstellung gliedert sich zum einen nach den verschiedenen Regionen der Kama und zum anderen thematisch, wie z.B. die Jagd im Kamagebiet oder die Salzindustrie. Das Museum ist von Mai bis Oktober zwischen 10.00 Uhr und 21.00 Uhr geöffnet.
 
Adresse: Permer Gebiet, Siedlung Chochlowka
Telefon (342) 299 71 81, (342) 212-77-32

Holzhaus auf dem Gelände des Freilichtmuseums   © Foto: Rita Gorsche

Motowilicha-Werke
Motowilicha ist eigentlich der Name für einen Bezirk in Perm der am Ufer der Kama, etwas außerhalb vom Zentrum, liegt. In diesem Bezirk befinden sich die so genannten „Motowilicha-Werke“. Ursprünglich wurde in diesem Viertel Kupfer verarbeitet, im 19. Jahrhundert wurde ein Maschinenbauwerk errichtet und schließlich im 20. Jahrhundert etablierte sich Motowilicha zur größten Artilleriefabrik in Russland. Zu den russischen Anekdoten über die Motowilicha-Werke gehört die, dass der erste Schuss auf das faschistische Deutschland von einer 152mm Haubitze-Kanone, die in Perm gefertigt wurde, erfolgte.
Auf dem Gelände der Werke befinden sich zwei Museen. Ein Museum beschäftigt sich mit der Geschichte des Werkes und gibt Einblicke in die Geschichte der Kriegstechnik, die in Motowilicha gefertigt wurde. Zusätzlich zeigt ein großes Open-Air-Gelände zahlreiche Beispiel von Artillerie, von der Permer Zaren-Kanone aus dem 18. Jahrhundert, über die im 2. Weltkrieg eingesetzte „Stalinorgel“ bis hin zu Trägerraketen aus den 70er Jahren.
Aufgrund der im Freilichtmuseum stehenden Zaren-Kanone, benennen die Permer das Museum nur mit dem Wort „Puschka“, der russischen Bezeichnung für Kanone.
 
Adresse: ul. Ogorodnikowa 2
Telefon: (342) 267-55-82

Museum-Diorama
Das Museum-Diorama ist eine Filiale des Museums für die Geschichte des Permer Gebiets.
Es ist das zweite Museum in Motowilicha und widmet sich dem Aufstand der Arbeiter von 1905. In der ständigen Ausstellung werden Fotos, Dokumente und Objekte des täglichen Gebrauchs gezeigt, die das Leben der Arbeiter der Motowilicha-Werke an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts zeigt. Die Exponate klären über die Geschehnisse der „kleinen“ russischen Revolution in Perm und Russland auf und geben Aufschluss über die wirtschaftliche und politische Brisanz der Zeit.
Eine andere Ausstellung widmet sich die Schmiede- und Metallgießkunst im Permer Gebiet und zeigt sowohl die Geschichte der Technik, als auch einige Exponate aus der Region.
Die dritte Ausstellung zeigt die Vergangenheit einer der historischen Straßen in Perm, der Leninstraße. Mit Hilfe von verschiedenen Exponaten wird die Leninstraße als Spiegel der Geschichte von Perm dargestellt.
 
Adresse: ul. Ogorodnikowa 1
Telefon: (342) 267-5967, (342) 212-2807

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