Österreichtage in Perm   

 
Von Maria Sivkova
 
Schon zum sechsten Mal haben wir in unserer Stadt Perm zu den Österreichtagen Gäste aus Österreich empfangen. Dieses Treffen, organisiert von Tatjana Agapitova, Dozentin an der Permer Staatlichen Technischen Universität (PSTU), ist für uns schon eine gute Tradition geworden. Die PSTU hat auch einen Studentenaustausch mit der TU in Wien. Von seinen Eindrücken als Austauschstudent berichtet Philipp Timmel in seinem Internettagebuch.

Die Wandzeitung zu den Österreichtagen von Lena Bachmutova

Im Rahmen der Österreichtage in Perm sind zu uns in diesem Jahr drei österreichische  Referenten gekommen. Während zwei intensiven Tagen wurde in der PSTU ein Fortbildungskurs zur österreichischen Landeskunde sowohl für Lehrer als auch für Studenten veranstaltet.
Am ersten Tag gab Herr Habelt, der Referent für Lehrerfortbildung aus dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur einen Einblick in das moderne Österreich sowie in die „österreichische“ Sprache. Mit den teilnehmenden Studenten, Lehrern und sogar Gästen aus Deutschland wurden viele Unterschiede zwischen dem Deutschen und Österreichischen gefunden.

 
                      Teilnehmer und Dozenten der Österreichtage                    Auch die Studenten der PSTU hatten etwas vorbereitet     

Gleich am Mittag des ersten Tages wurde das „Wiener Kaffeehaus“ geplant. Angefangen mit einem kurzen historischen Überblick über Wiener Kaffeehäuser haben wir probiert, ein Wiener Kaffeehaus in der Mensa der Universität zu rekonstruieren. Das hat ganz gut geklappt. Nur wurden da einige russische Elemente eingeführt. Die Studenten der ersten und zweiten Studienjahre haben für die Österreicher einige Lieder gesungen und haben mit ihnen ein russisches Märchen „Repka“ („Die Rübe“) gespielt. So was wie russische Lieder und „Horowod“ (Tanzen im Abschiedskreis) gibt es in Wiener Kaffeehäusern natürlich nicht. Aber es hat trotzdem allen viel Spaß gemacht.

  
Studenten, Lehrer und die österreichischen Gäste beim russischen Tanz im Wiener Café

Am zweiten Tag haben wir uns mit österreichischen Zeitungen und Lehrmaterialien beschäftigt. Herr Walter hat für die Seminare sehr viele didaktische Materialen mitgebracht, was auch später im Unterricht gebraucht werden kann. Anschließend informierte Frau Iris Hoheneder über Ess- und Trinkgewohnheiten in Österreich. Mit Hilfe einer Powerpoint Präsentation hat sie sehr viel über typisch österreichische Speisen erzählt und hat auch die Rezepte gegeben. Man wusste schon, dass es z. B. Wiener Schnitzel oder Sachertorte gibt und jetzt weiß man auch bescheid, wie man diese Gerichte zubereitet. Durch das Seminar von Frau Hoheneder wissen wir jetzt auch, welche Lebensmittel aus Österreich man in Perm kaufen kann.
 
Alle Teilnehmer waren von der Veranstaltung sehr begeistert, da die drei Referenten sehr nett und freundlich zu allen waren. Sie haben auch gut strukturierte Workshops vorbereitet, so dass man großes Interesse und Lust hatte mitzuarbeiten. 
Natürlich haben sich unsere österreichischen Gäste auch Perm angeschaut. Besonders hat ihnen die Aufführung „Nussknacker“ von unserem Permer Ballett gefallen.

Das Permer Ballett

Insgesamt kann man die „Österreichtage in Perm“ als vollen Erfolg bezeichnen, alle wünschten sich eine Wiederholung. Wir hoffen, dass diese Tradition nicht unterbrochen wird und wir uns dann bald wieder sehen!


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